
Navigieren mit der Ding Ding
Das Doppeldecker-Straßenbahnsystem von Hongkong, das von den Einheimischen liebevoll “Ding Ding” (aufgrund des Klangs seiner Warnglocke) genannt wird, ist seit 1904 auf Hongkong Island in Betrieb. Es ist nicht nur eine billige Art zu pendeln; es ist ein bewegliches historisches Denkmal und wohl die beste Sightseeing-Tour der Stadt. Hier erfahren Sie, wie Sie wie ein Profi damit fahren.
1. Die Octopus-Karte ist obligatorisch
Während Sie technisch gesehen mit passendem Münzgeld bezahlen können, ist das Herumkramen nach Münzen, während hinter Ihnen eine Schlange wütender Pendler wartet, ein Anfängerfehler. Sobald Sie in Hongkong ankommen, kaufen Sie eine Octopus Card (eine wiederaufladbare Chipkarte) an einer beliebigen MTR-Station oder einem 7-Eleven. Sie tippen diese Karte an, um für fast alles in der Stadt zu bezahlen, einschließlich der Ding Ding.
2. Hinten einsteigen, vorne bezahlen
Das Einstiegssystem in der Straßenbahn ist das Gegenteil von den meisten modernen Bussen.
- Sie steigen durch das Drehkreuz an den hinteren Türen in die Straßenbahn ein. Sie tippen Ihre Octopus-Karte nicht an oder bezahlen beim Einsteigen nicht.
- Sie verlassen die Straßenbahn durch die vorderen Türen neben dem Fahrer. Dann tippen Sie Ihre Octopus-Karte auf das Lesegerät, um den Pauschalpreis zu bezahlen (der unglaublich günstig ist, derzeit rund 3 HKD unabhängig von der Entfernung).
3. Den besten Platz ergattern
Wenn Sie eher zum Vergnügen als zum Pendeln fahren, möchten Sie die beste Aussicht. Sobald Sie hinten eingestiegen sind, gehen Sie direkt die schmale Wendeltreppe zum Oberdeck hinauf. Die begehrtesten Plätze sind die beiden ganz vorne auf dem Oberdeck. Von hier aus können Sie bei geöffneten Fenstern sitzen, die Brise spüren und beobachten, wie die Leuchtreklamen und das pulsierende Straßenleben von Central und Causeway Bay direkt unter Ihnen vorbeiziehen.
4. Vorsicht vor fehlender Klimaanlage
Dies ist entscheidend: Die historischen Ding Dings haben keine Klimaanlage. An einem brütend heißen Augustnachmittag im stehenden Verkehr auf dem Oberdeck zu sitzen, kann sich anfühlen wie in einem Ofen zu sitzen. Die Fenster lassen sich öffnen, aber das hilft nur, wenn die Straßenbahn in Bewegung ist. Wenn Sie mitten im Sommer fahren, kleiden Sie sich in leichte, atmungsaktive Kleidung und erwägen Sie stattdessen, die klimatisierte MTR (U-Bahn) zu nehmen, wenn Sie schnell eine lange Strecke zurücklegen müssen.
