
Acqua Alta in Venedig überleben
Wenn Sie Venedig zwischen Oktober und Januar besuchen, könnten Sie Acqua Alta (Hochwasser) erleben. Aufgrund einer Kombination aus astronomischen Gezeiten, starken Scirocco-Winden und einer sinkenden Stadt überflutet Wasser aus der Lagune regelmäßig die tiefsten Teile Venedigs, insbesondere den Markusplatz. Auch wenn es beängstigend klingt, ist es ein normaler Teil des venezianischen Lebens und dauert meist nur wenige Stunden. Hier erfahren Sie, wie Sie sich darauf vorbereiten.
1. Keine Panik
Verstehen Sie zunächst, dass nicht die ganze Stadt unter Wasser steht. Das Wasser steigt je nach Höhe. Der Markusplatz ist der tiefste Punkt der Stadt, also wird er zuerst überflutet. Viele andere Viertel (wie Dorsoduro oder Cannaregio) bleiben möglicherweise völlig trocken. Wenn die Sirenen ertönen, um vor einer herannahenden Flut zu warnen, begeben Sie sich einfach auf höheres Gelände oder warten sie in einem Café ab.
2. Schuhwerk für die Überschwemmungen
Sie können nicht in Turnschuhen oder Lederstiefeln durch Acqua Alta laufen; das Salzwasser wird sie sofort ruinieren.
- Gummistiefel: Die Einheimischen tragen kniehohe Regenstiefel aus Gummi. Wenn Sie Platz in Ihrem Koffer haben und im November reisen, ist es eine großartige Idee, Ihre eigenen stilvollen Regenstiefel mitzubringen.
- Einweg-Überschuhe: Wenn Sie unvorbereitet erwischt werden, fangen Straßenverkäufer und kleine Geschäfte sofort an, bunte Plastik-Überziehstiefel zu verkaufen, die über Ihre Schuhe rutschen. Sie sehen lächerlich aus (wie riesige Plastiktüten, die am Knie zusammengebunden sind), kosten aber etwa 10 € und halten Ihre Füße einen Tag lang trocken.
3. Die erhöhten Stege
Wenn das Wasser zu steigen beginnt, bauen städtische Arbeiter schnell Passerelle (erhöhte Holzstege) entlang der Hauptfußgängerrouten auf. Sie können über diese Plattformen laufen, um von Ihrem Hotel zu den Vaporetto-Haltestellen oder wichtigen Sehenswürdigkeiten zu gelangen, ohne nass zu werden. Diese Gehwege fungieren jedoch als einspurige Autobahnen. Sie müssen in Bewegung bleiben. Bleiben Sie nicht mitten auf einer Passerella stehen, um ein Selfie zu machen; Sie verursachen einen großen Stau und verärgern die Einheimischen, die versuchen, zur Arbeit zu kommen.
4. Das MOSE-Projekt
In den letzten Jahren hat Venedig erfolgreich das MOSE-System eingesetzt – ein massives Netzwerk mobiler Fluttore an den Lagunenzuflüssen. Dieses System verhindert nun die katastrophalen, hüfthohen Überschwemmungen der Vergangenheit. Auch wenn Sie auf dem Markusplatz noch knöcheltiefes Wasser sehen können, sind die Zeiten des Schwimmens durch die Stadt weitgehend vorbei.
